{"id":595,"date":"2011-04-23T11:35:23","date_gmt":"2011-04-23T11:35:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pro-skills.eu\/"},"modified":"2011-05-03T19:20:57","modified_gmt":"2011-05-03T19:20:57","slug":"uber-pro-skills","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pro-skills.eu\/de\/uber-pro-skills\/","title":{"rendered":"\u00dcber Pro-Skills"},"content":{"rendered":"<p><strong> <\/strong><\/p>\n<h2>\u00dcber Pro-Skills<\/h2>\n<p>Die Zahl der Personen mit schwierigem sozialem Hintergrund, die \u00fcber keinerlei Ausbildung verf\u00fcgen oder nur schwer einen Arbeitsplatz in ihrem ersten Beruf finden, nimmt immer weiter zu. Erwachsenenbildung sollte diesen Personen eine Chance geben, Weiterbildungen zu absolvieren und somit ihre Qualifikation zu verbessern.<\/p>\n<p>Erfahrungen und Studien aus verschiedenen Teilen Europas zeigen, dass Angebote der Er-wachsenenbildung und des Lebenslangen Lernens \u00fcberwiegend von den Personen in An-spruch genommen werden, die bereits \u00fcber ein gewisses Ma\u00df an Ausbildung verf\u00fcgen. Ins-besondere sozial Benachteiligte sind unter den Lernenden selten vertreten oder haben Schwierigkeiten, die Bildungsangebote vollst\u00e4ndig und erfolgreich abzuschlie\u00dfen. F\u00fcr diese Zielgruppe kann ein Mangel an sozialen und personalen Kompetenzen eine m\u00f6gliche Barrie-re sein. Neben fachlichen und methodischen Kenntnissen sind soziale und personale Fertig-keiten grundlegende Kompetenzen eines Erwachsenen, welche die Voraussetzung f\u00fcr den Zugang und das erfolgreiche Absolvieren jeglicher Art von formeller und informeller Aus- und Weiterbildung darstellen. Dar\u00fcber hinaus sind sie wesentlich f\u00fcr die Entwicklung und Festigung der individuellen sozialen und kulturellen Identit\u00e4t. Sie werden als wichtige Res-sourcen f\u00fcr eine gesunde Lebensf\u00fchrung angesehen.<\/p>\n<p><strong>Das erste Pro-Skills Projekt<\/strong><\/p>\n<p>Leider sind diese Basiskompetenzen bisher in den Curricula der Erwachsenenbildung nur selten vertreten, und nur wenige Angebote bieten Erwachsenen die Chance, sie in einem gesch\u00fctzten Rahmen zu erproben und zu \u00fcben. Das erste Pro-Skills-Projekt setzte sich zum Ziel, diese L\u00fccke zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong>Laufzeit:<\/strong> Oktober 2006 \u2013 September 2008<\/p>\n<p><strong>Sokrates Referenznummer:<\/strong> 230054 \u2013 CP -1-2006-1- LU \u2013 Grundtvig \u2013 G1PP<\/p>\n<p>Wichtige Schritte des Projekts:<\/p>\n<ul>\n<li>Erarbeitung einer Trainingskonzepts zur F\u00f6rderung von sozialen und personalen Kompetenzen bei sozial benachteiligten Erwachsenen im Sinne des Empowerments: Die Teilnehmer wurden bef\u00e4higt, eigenst\u00e4ndig Prozesse Lebenslangen Lernens zu planen und umzusetzen und dadurch gleichberechtigten Zugang zu Angeboten der Erwachsenenbildung zu erhalten. Das Training basiert auf den Ans\u00e4tzen des selbstre-gulierten, produktiven, kooperativen und erfahrungsbasierten Lernens.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.pro-skills.eu\/de\/produkte\">Publikation des Trainingskonzepts:<\/a> Das Trainingskonzept wurde als Printversi-on und via Internet in neuen ver\u00f6ffentlicht. Die Brosch\u00fcre enth\u00e4lt Hintergrundinfor-mationen, Ziele des Trainings, die Trainingsmodule (Methoden und Inhalte), Arbeits-materialien sowie eine kurze Beschreibung der Pilottrainings und der Evaluationser-gebnisse.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Pilottrainings: Durch die exemplarische Umsetzung      von Pilottrainings durch vier Projektpartners in verschiedenen L\u00e4ndern wurde      das Trainingskonzept getestet und optimiert.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Europ\u00e4ischer Workshop f\u00fcr Fachkr\u00e4fte: In einem      ersten Schritt wurden im Rahmen eines europ\u00e4ischen Workshops Fachkr\u00e4fte      als Multiplikatoren ausgebildet. Nationale Trainerworkshops folgten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.pro-skills.eu\/de\/produkte\">Sensibilisierung von Entscheidungstr\u00e4gern<\/a>:      Politische und sonstige Verantwortliche im Bereich Erwachsenenbildung      wurden f\u00fcr die Bedeutung der sozialen und personalen Kompetenzen      sensibilisiert, um durch eine Integration des Trainings in bestehende      Curricula und Bildungsangebote der Erwachsenenbildung Langzeiteffekte zu      erzielen. Zu diesem Zweck wurde eine europ\u00e4ische Konferenz veranstaltet,      in deren Fokus der Austausch und die Vernetzung von Institutionen,      Fachkr\u00e4ften und Entscheidungstr\u00e4gern stand. Die Konferenz m\u00fcndete in eine      gemeinsame Erkl\u00e4rung zur Bedeutung der Basiskompetenzen als Grundlage des      Lebenslangen Lernens.<\/li>\n<\/ul>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Innovation:<\/strong><\/p>\n<p>Ber\u00fccksichtigung von sozialen und personalen Kompetenzen in Curricula und Bildungsangeboten: Bisher ist die F\u00f6rderung personaler und sozialer Kompetenzen in Angeboten der Erwachsenenbildung nur wenig ber\u00fccksichtigt. Ausgehend von der Bed\u00fcrfnispyramide nach Maslow (1954) sind wir davon \u00fcberzeugt, dass \u201eh\u00f6here\u201c Ziele wie Bildung, Berufst\u00e4tigkeit und Selbstverwirklichung nicht realisiert werden k\u00f6nnen, wenn ein Mangel an Basiskompetenzen besteht und die Befriedigung von Grundbed\u00fcrfnissen nicht gesichert ist. Die Erfahrung zeigt, dass Angebote der Erwachsenenbildung und des Lebenslangen Lernens insbesondere von Personen in Anspruch genommen werden, die bereits \u00fcber ein gewisses Ma\u00df an Bildung verf\u00fcgen. Insbesondere hinsichtlich des gleichberechtigten Zugangs sozial Benachteiligter zu Bildungsangeboten ist es unabdingbar, die F\u00f6rderung von sozialen und personalen Kompetenzen in die Curricula der Aus- und Weiterbildung zu integrieren.<\/p>\n<p>F\u00f6rderung von sozialen und personalen Kompetenzen bei Erwachsenen: Es bestehen zahlreiche Projekte und Ans\u00e4tze zur F\u00f6rderung von personalen und sozialen Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen. Viele wurden mit Hinblick auf Gesundheitsf\u00f6rderung, Sucht- oder Gewaltpr\u00e4vention entwickelt. Selten wird hingegen ber\u00fccksichtigt, dass auch Erwachsene und insbesondere Personen mit schwierigem sozialem Hintergrund Unterst\u00fctzung bei der Entwicklung und Umsetzung dieser Kompetenzen ben\u00f6tigen. Insbesondere f\u00fcr sozial benachteiligte Erwachsene kann ein Mangel an sozialen und personalen Kompetenzen ein Hindernis f\u00fcr den Zugang und das erfolgreiche Absolvieren jeglicher Art von formeller und informeller Aus- und Weiterbildung darstellen. Diese L\u00fccke soll geschlossen werden.<\/p>\n<p>Der Einsatz von selbst-reguliertem, produktivem, kooperativem und erfahrungsbasiertem Lernen in der Erwachsenenbildung: Die Ans\u00e4tze des selbst-regulierten, produktiven, kooperativen und erfahrungsbasierten Lernens scheinen besser geeignet als herk\u00f6mmliche Lernmethoden, um nachhaltig Wissen und Fertigkeiten zu erwerben. Daher wurden Elemente und Grundprinzipien dieser Ans\u00e4tze in das Trainingskonzept integriert. Der Lernende wird zum Subjekt des Lernprozesses und lernt, diesen selbst zu regulieren. Die praxisorientierte Art des Trainings erlaubt es den Erwachsenen, die Fertigkeiten in einem gesch\u00fctzten Rahmen einzu\u00fcben, was im realen Leben kaum m\u00f6glich ist. Durch Rollenspiele und die Simulation von Alltagssituationen wird gesichert, dass die neu erworbenen Kompetenzen auch in den Alltag transferiert werden.<\/p>\n<p>Sensibilisierung mit dem Ziel der Langzeiteffekte: Pro-Skills zielt nicht nur auf die Umsetzung des Trainingskonzepts und die Umsetzung eines Projektes auf Zeit. Durch die Ausbildung von Multiplikatoren und insbesondere die Sensibilisierung von Entscheidungstr\u00e4gern sollen eine nachhaltige Umsetzung des Konzepts gesichert sowie Langzeiteffekte erzielt werden. Daher richtete sich die europ\u00e4ische Konferenz an politisch und weitere Verantwortliche sowie Entscheidungstr\u00e4ger, die f\u00fcr Curricula und das Design von Trainingsangeboten im Bereich Erwachsenenbildung verantwortlich sind. Im Rahmen der Konferenz wurde eine gemeinsame Erkl\u00e4rung erarbeitet, die der Presse vorgestellt und in einer Brosch\u00fcre ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Projektkoordination<\/strong><\/p>\n<p>Centre de Prevention des Toxicomanies, Luxembourg (Luxembourg)<\/p>\n<p>Zentrum f\u00fcr empirische p\u00e4dagogische Forschung, Landau (Germany)<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><strong>Projektpartner<\/strong><\/p>\n<p>Azienda Sanitaria Locale di Milano, Milano (Italy)<\/p>\n<p>Hochschule Fulda \u2013 University of Applied Sciences, Fulda (Germany)<\/p>\n<p>Irti Huumeista Ry, Vaasa (Finland)<\/p>\n<p>Institute for Research and Development \u201cUtrip\u201d, Grosuplje (Slovenia)<\/p>\n<p>Megyei Eg\u00e9szs\u00e9g Kult\u00far\u00e1t Koordin\u00e1l\u00f3 Alap\u00edtv\u00e1ny, Nyiregyh\u00e1za (Hungary)<\/p>\n<p>Protasi- Movement for another lifestyle, Patras (Greece)<\/p>\n<p>Wilde B\u00fchne, Stuttgart (Germany)<\/p>\n<p>Swiss Federation for Adult Learning, Nyon (Swizzerland)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber Pro-Skills Die Zahl der Personen mit schwierigem sozialem Hintergrund, die \u00fcber keinerlei Ausbildung verf\u00fcgen oder nur schwer einen Arbeitsplatz in ihrem ersten Beruf finden, nimmt immer weiter zu. 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